Prüfungsbericht 18.04.2001

Jugend- und Einzelsuche

             Wetter: kühl, ständiger Regen, leicht wechselnder Wind, Temp. ca.4-8° C                      

               Wildvorkommen: Fasane, Hasen, Kaninchen, Enten

 

Prüfungsleiter:           Karl Heinz Steinkühler, Dortmund

Richterobfrau:           Gisela Bäumer, Emsdetten

Richter:                      Emil Speckmann, Wetter;  Karl Heinz Steinkühler, Dortmund

Bei allen Hunden der JuS wurde die Mängelkontrolle und die Überprüfung der Schussfestigkeit durchgeführt. Wenn nichts anderes erwähnt ist, gab es keine Beanstandungen.

Jugendsuche

GS-R  Antinori Magic Mountain (gen.Connor) DPSZ 38/00  WT: 05.04.00 Täto: 380

nach: Tarocks Brilliant  -  aus: Old Kents Haya

Z.: Petra Rudloff, Bremen

F.: Britta Tuma-Sievers, Rheine  

Connor zeigt uns eine schnelle und schon sehr planmäßige Suche. Er geht weit rechts und links und nutzt das Gelände mit Jagdverstand. Trotz guter Selbständigkeit fällt vor allen Dingen seine Führigkeit auf. Einwirkungen des Führers erfolgen so gut wie nicht. Connor hat einen rassetypischen Galoppsprung und sucht mit sehr guter Kopfhaltung. Im Laufe des ersten Ganges steht er zweimal fest vor, setzt aber seine Suche fort. Hinter den Richtern laufen Kaninchen ab. Im zweiten Suchengang steht Connor erneut, und dieses Mal besonders eindrucksvoll, vor. Leider kann er kein Wild zeigen. Der Fasanenhahn war rückwärtig abgelaufen. Die Nasenleistung war sehr gut.

Die Führerin stellte ihren Hund gekonnt vor. Connor erhielt aufgrund der gezeigten Leistungen in allen Fächern ein sehr gut und wurde auch aufgrund des Wurfdatums der heutige Suchensieger.

10, 10, 10, 10, 10, 10 = 70 Punkte, I a Preis, Su.-Sg.

 

GS-R  Carlo ut Eyther-Land DPSZ 21/00  WT: 09.02.00 Täto: 210

nach: Forester's Ironduke of Darkmoor  -  aus: Ronja ut Eyther-Land

Z.: Otto Hibben, Friesoythe

F.: Dr.Martina Epping, Billerbeck  

Auch dieser Rüde wurde in allen Fächern mit einem sehr gut beurteilt. Carlo entwickelte nach den ersten zwei Schleifen eine systemvolle Quersuche mit viel Finderwillen. Er reagierte auf jedes Kommando seiner Führerin. Beim Geländewechsel in einen Senfschlag drehte er weit auf und suchte mit Energie eine lange Hecke ab, an der zuvor Wild gesehen worden war. Sein Vorstehen zeigte Carlo mit schönen Manieren an einem Fasan. Er war schon sehr gehorsam und wendete fast immer in den Wind. Ein Junghund, der uns ebenfalls sehr gut gefallen hat.

10, 10, 10, 10, 10, 10 = 70 Punkte, I b Preis

 

GS-H  Cherie ton Honhues DPSZ 62/00  WT: 10.05.00 Täto: 620

nach: Topas ton Honhues  -  aus: Wherry ton Honhues

Z.: M. Farwick, Telgte

F.: Christa Weber, Castrop-Rauxel

Cherie musste mit ihren Suchengängen bis zum Schluss der Prüfung warten, weil sie läufig war.  Das hinderte sie aber nicht, uns eine enorm weite, schnelle und mit starkem Finderwillen geprägte Suche zu zeigen. Bereits nach den ersten Schleifen zog sie mit wunderschönen Manieren Witterung an. Zwei Enten strichen ab, die ausgiebig von ihr gehetzt wurden. Beim Neuansetzen folgte sie zunächst der Aufforderung ihrer Erstlingsführerin, in kleineren Schleifen und möglichst etwas langsamer zu suchen, Cherie aber konnte das nicht lange mitmachen und nahm die ganze Breite des großen Feldes in einem Riesentempo bei bester Kopfhaltung und bestem Galopp, allerdings viel zu tief. Es war eine wahre Freude, ihr zuzusehen. Aufgrund der mangelnden Systematik und des etwas fehlenden Gehorsams mussten leider kleine Abstriche bei der Notenvergebung gemacht werden. Möglicherweise ist das auf die Hitze zurückzuführen. Cherie zeigte zum Schluss des Ganges wieder deutlich Nase, kam kurz danach zu einem kurzen aber eindrucksvollen Vorstehen an einer Henne und konnte aufgrund der Nähe zur Führerin sogar gehalten werden.

Diese junge Hündin ist hochveranlagt und es wäre zu wünschen, dass wir sie im nächsten Frühjahr auf Leistungsprüfungen wiedersehen.

10, 9, 8, 7, 10, 8 = 62 Punkte, II. Preis

 

IS-R  Whisky von Demühlen DPSZ 62/00  WT: 14.03.00 Täto: 620

Falko z Dubanského kopce  -  aus: Remember Marjorie von Demühlen

Z.: Susanne Behnken, Krummwisch

F.: Werner Franke, Remscheid

Den ersten Suchengang absolvierte Whisky in einem Senfschlag, in dem er etwas verhalten, aber sehr planmäßig die ihm zugewiesene Fläche absuchte. Es fehlte ein bisschen die Passion. Ein Richter vermutete längeres Vorstehen, bei der Kontrolle wurde aber nur ein Mauseloch entdeckt, von dem der Rüde dann abgerufen werden konnte. Es waren im Getreide Enten gesehen worden, an die er herangeführt wurde, aber leider keine Reaktion zeigte.  Im zweiten Gang verbesserte sich die Suche enorm. Der Rüde ging im ständigen Galopp und großen weiten Schleifen das Gelände ab. Sprung und Kopfhaltung waren sehr gut. Er kam auf eine Hasenspur, für die er sich sehr inter-essierte und die er in schnellem Tempo ausarbeitete. Auch den Rest des großen Feldes nahm er in voller Breite und schönen Schleifen. Leider hatte man den Eindruck, dass er mehr lief als jagte.

Im dritten Gang kam er nochmals an Enten und Wasserhühnchen. Letztere verfolgte er schwimmend, konnte aber abgerufen werden. Danach hatte er mehrfach Gelegenheit an Fasanen, wobei das Vorstehen aber nur sehr kurz und wenig ausdrucksvoll war. Whisky hatte während der Prüfungsvorbereitungen noch nie Federwild gehabt. Möglicherweise hat er am Prüfungstag dazugelernt.

10, 8, 4, 9, 10, 8 = 59 Punkte, III. Preis

 

GS-H  Comtess of the Black Fellows DPSZ 182/99  WT: 25.08.99 Täto: 1829

nach: Forester's Ironduke of Darkmoor  -  aus: Xenia vom Frohnhof

F.: Mathias Prockl, Bad Laasphe  

Nicht erschienen

 

Einzelsuche

GS-R  Wenzel ut Eyther-Land DPSZ 256/97  WT: 22.12.97 Täto: 2567

nach: Nero Ebony  -  aus: Ronja ut Eyther-Land

Z.: Otto Hibben, Friesoythe

F.: Dr.Martina Epping, Billerbeck  

Wenzel ist ein besonders großer, aber proportional gut gebauter und ansprechender Rüde. Seine Suche ist dementsprechend etwas verhaltener, aber dennoch flüssig und im ständigen Galopp. Er bekam ein sehr großes und breites Senffeld, das er in schönen Schleifen von rechts nach links planmäßig absuchte. Mehrfach zeigte er mit schönen Manieren Witterung an. Die Richter vermuteten weit vor ihm einen ablaufenden Fasan. Die Führerin forderte Wenzel wieder zur Quersuche auf. Er ist sehr führerbezogen und äußerst gehorsam. Am Ende des langen Feldes zeigte Wenzel erneut Witterung, kam auf ein Geläuf, nahm den Kopf herunter und der Fasan strich ab, ohne das er ihn vorstehen konnte. Leider hetzte er ihn, was zum Ausscheiden führte.

Sehr schade für diesen Hund, zumal er im vergangenen Frühjahr die Einzelsuche bereits bestanden hatte und die Führerin sich mit der Suchennote noch gerne verbessern wollte. Leider hetzte er dann auch einen Fasan.

Gisela Bäumer

11.04.2001 CACIT Paar- und Einzelsuche
25.04.2001 Jugendpaar-, Jugend-, Einzel- und Paarsuche
26.04.2001 Jugend-, Einzel- und Paarsuche
Verzeichnis Alle Frühjahrsprüfungen 2001